Teddybärkrankenhaus Teil 1

Gestern habe ich an einer AG der Uniklinik teilgenommen.

Teddybärkrankenhaus 🙂

Ich erzähle euch mal kurz was das ist, damit sich jeder etwas dadrunter vorstellen kann. In der AG geht es darum Kindergartenkindern die Angst vor dem Arzt zu nehmen. Das Ganze läuft so ab, dass die Kinder mit ihren Kuscheltieren zu uns kommen. Natürlich sind die Kuscheltiere krank und wir verarzten sie. Die Kinder sind die Kuscheltiereltern und begleiten es zu den Untersuchungen.

Wie in jeder Praxis erfolgt zuerst die Anmeldung, dann gehts ins Wartezimmer. Dort werden die Kinder mit ihren Kuscheltieren einzeln von einem Teddydoc abgeholt und ins Behandlungszimmer gebeten. Je nach Diagnose geht es weiter zum Sono (Ultraschall), Röntgen oder MRT. Danach gehts wieder zum Teddydoc das Kuscheltier verarzten und ein Rezept schreiben, was auch in der Apotheke eingelöst werden muss. Außerdem sehen die Kinder noch einen Rettungswagen und bekommen dort einiges erklärt, so wie Zahnärzte, die mit ihnen Spiele machen.

Meine Aufgabe war gestern der Teddydoc. Null Erfahrung mit Kindern und null Erfahrung was man so alles fragt um herauszubekommen an was das Kuscheltier alles leidet. Also ab ins kalte Wasser.

Eigentlich sollten die Kinder einzeln in die Behandlungszimmer. Pustekuchen. Ich musste gleich 2 Kinder mitnehmen. Juhu 2 Kuscheltiere gleichzeitig behandeln. Das Mädchen war etwas redseliger als der Junge. Der kleine Mann war sehr schüchtern. Mit Müh‘ und Not hab ich ihn zum Nicken bewegen können und, dass er mir zeigt wo sich sein Kuscheltier verletzt hat.  Weiter gings mit den beiden zum Röntgen und MRT, denn beide Kuscheltiere hatten sich etwas gebrochen. Nachdem die Diagnose bestätigt wurden war, ging es ins Behandlungszimmer zurück und die Kuscheltiere wurden verarztet. Das heißt, dass aus einem Spatel eine Schiene für den Gips wurde und Verband rumgewickelt wurde. Natürlich halfen die Kinder mit ihre Kuscheltiere zu verarzten. Als nächstes hab ich das Rezept geschrieben und wir sind zur Apotheke gegangen. Dort mussten wir warten, denn es war viel l0s. In der Apotheke haben die Kinder dann für ihre Kuscheltiere Schmerzmittel bekommen (in Form von Gummibärchen, Traubenzucker, Brausebonbons etc.), so wie eine Zahnbürste, Zahnpasta, eine Sanduhr, ein Comic, ein Lesezeichen und einen Apfel.

Damit war meine Arbeit getan und so habe ich knapp 2 Stunden verschiedene Kuscheltiere behandelt. Zum Glück hatten sie alle nur Knochenbrüche, das war dann recht einfach. Die meisten Kinder haben auch mitgeholfen und mir erzählt was passiert war, so dass es auch Spaß gemacht hat. Bei dem einen Kuscheltier gab es eine Wunderheilung und da war ich ein bisschen überfordert. Ich hab ihn trotzdem zur Apotheke geschickt, da alle anderen aus seiner Gruppe diese tolle bunte Tüte bekamen, nur er hätte sonst keine gehabt. Der Apotheker schaute auch etwas komisch, aber stellte ihm natürlich auch eine zusammen 🙂

Leider waren auch 2 Kinder dabei, die so gut wie gar nicht gesprochen haben, mich nur angeschaut haben und auch kaum genickt haben oder so. Das war etwas knifflig, aber wir haben eine lösung gefunden, so dass auch diese Kinder, hoffentlich, glücklich waren.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern, obwohl es zeitweise sehr anstrengend war. Ich hatte mich für diese AG mit dem Hintergedanken gemeldet, Erfahrungen als „Kinderärztin“ zu machen, da ich überlege später diese Richtung einzuschlagen. Bis jetzt bin ich auch weiterhin davon begeistert 🙂

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