Ein absolutes Tief

Ich habe schon ewig nicht mehr geschrieben, weil mir nicht danach war, aber jetzt schreibe ich, weil ich es brauche.

Ich sitze in einem absoluten Tief fest. Die Gedanken drehen sich um Selbstverletzung und Suizid. Es ist nicht toll und auch sehr schwer ausuzuhalten. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich immer wieder wie ich mich selbstverletze an verschiedenen Stellen oder Tabletten schlucke. Ich hasse diese Gedanken, ich hasse mich und dieses Leben. Ich hasse es in diesem Gedankenstrudel gefangen zu sein und nicht rauszukommen und viel mehr, hasse ich die Umstände, die mich da wieder reingebracht haben,denn ich kann sie im Moment einfach nicht ändern.

Es fing alles mit dem Einzug in diese verfickte WG an. Im Kennenlerngespräch haben sie mir zugesagt, dass ich mir einen Hamster holen darf (den Kater gab es da schon). Beim Einzug hieß es auf einmal NEIN, denn der Kater würde dann ins Zimmer wollen und die Türen verkratzen. Dann durfte ich auf einem Sonntag nicht 6 Löcher bohren und auch auf einem Freitag um 18 Uhr wollte man nicht, dass ich bohre, so dass ich dann erstmal ohne Licht da saß. Da kam dann der 1. Hass auf und ich fing an nach neuen WG`s zu schauen. Ich habe versucht dem hier eine Chance zu geben, aber nachdem die Hauptmieterin über 6 Wochen nicht geputzt hatte und jetzt auch wieder trotz Putzplan nur macht was sie will, ist mir der Kragen geplatzt und ich habe es angesprochen.

Fazit: Ich will von der Hauptmieterin nichts mehr wissen außer es dreht sich um die Wohnung bzw das Zimmer.

Ich suche natürlich schon seit über einem Monat eine neue Bleibe, aber bei den Zimmerpreisen ist das nicht so einfach und ich scheine nicht der Typ zu sein mit dem man zusammenwohnen will. Es gab also nur Absagen bis jetzt 😦

Vor ein paar Tagen hatte ich Besuch. Es war mein Ex-Freund. Wie ich feststelle, scheine ich immer noch an ihm zu hängen, obwohl wir seit über 1,5Jahren getrennt sind und auch seit einem Dreivierteljahr über 450km weit auseinanderwohnen.Des weiteren habe ich festgestellt, dass ich mich immer noch dafür interessiere, wenn andere mir z.B absagen, was denn passiert ist. Er tut das nicht und ihm scheint alles andere egal zu sein. Somit spiele ich wohl in seinem Leben keine Rolle und fühle mich mal wieder nur ausgenutzt. Anscheinend bin ich auch zu nix anderem nütze. So geht es mir nicht nur mit dem Ex, sondern auch mit anderen Männern.

Ich laufe ihnen hinterher, obwohl ich weiß, dass es aussichtslos ist, nur um ein bisschen Aufmerksamkeit, „Liebe“ und Geborgenheit zu spüren und sei es nur für einen winzigen Augenblick.

Beim Schreiben laufen mir schon wieder die Tränen, die Gedanken drehen sich: Ich bin wertlos, ich bin scheiße, ich hasse mich!

Der Drang sich selbst zu verletzen steigt und auch der Gedanke nicht mehr zu existieren rückt immer näher. Ich habe im Moment nicht die Kraft dagegen anzukämpfen. Es sind zu viele Baustellen, so dass auch das Studium leidet und das zieht mich weiter runter, denn es war/ist mein Traum Ärztin zu werden, aber so wird es ein aussichtsloser Kampf.

Naja dann existiere ich einfach ohne zu leben…

 

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