Das bin ich

Lustlos. Frustriert. Erleichtert. Liebe. Zuneigung. Ärger. Wut. Überfordert. in Frage stellend. gelangweilt. gechillt. twitternd. Instagram. surfen im Netz. Gedanken kreisen. Blut. Schnitte. warm. kalt. Tränen. Freude. Angst. Rasierklinge. Schere. Manipulation. Essen. genießen. Ruhe. Kraft. Ja. Nein. Vielleicht. Richtig oder falsch. einsam unter Menschen. unwohlsein. Gewicht. Herz. Verstand. emotional. gefühlskalt. leer. Hund. Hamster. Fell. weich. fühlen. chaotisch. manchmal unorganisiert. studentische Hilfskraft. Köchin. Studentin. Medizin. Herzfehler. chronisch krank.  ungeliebt. egoistisch. vertraue zu schnell. letztes Hemd. Musik. Tattoos. Piercings. Glaube.

Das alles und noch viel mehr bin ich!

Werbeanzeigen

Die ersten Tage mit Hund

Sie waren nicht einfach. Es musst sich wieder einspielen. Er muss sich wieder an mich gewöhnen und mich natürlich auch an ihn.

1 Jahr ohne Hund kann ganz schön lang sein. Ich musste mich umstellen, denn ich hatte ja keine Verpflichtung mehr. Tja nun, die habe ich jetzt wieder. 3x täglich Gassi gehen, Hundesteueranmelden, Versicherung raussuchen, Hundeschule suchen, Futter und Wasser nicht vergessen, Tierarztbesuche, spielen, trainieren, kuscheln usw.

Ja wir müssen uns erstmal wieder zusammenraufen. Die ersten Tage waren sehr anstrengend, da ich in einem Hochhaus im 10. Stock wohne. Fahrstuhlfahren war zum Glück kein Problem. Andere Leute im Fahrstuhl ist nicht immer so angenehm, aber es geht. Er ist zum Glück sehr auf Futter fixiert, so dass ich ihn damit ablenken kann. Tja und dann waren und sind da noch die Geräusche im Hausflur. Am Anfang hat er wirklich bei jedem noch so kleinen Geräusch, für mich teilweise nicht hörbar gewesen, angeschlagen. Nun fängt es an sich zu legen. Er schlägt öfter an, wenn ich da bin (so scheint es mir jedenfalls). Aaron ist nunmal ein Hütehund und das ist nicht immer einfach zu händeln.

Es hat sich schon arg gebessert und er ist soweit ruhig und verträglich, auch die Mitbewohner können nix gegenteiliges sagen (ich frage sie immer mal wieder).

Draußen laufen Hundebegegnungen, also das Vorbeigehen an anderen Hunden, einigermaßen ruhig ab. Ich bin froh, dass er sich mit Futter trainieren lässt 😀

Aaron darf auch ab und zu freilaufen, das klappt mal mehr mal weniger gut. Wir üben noch dran 😉

Ball spielen ging am Anfang auch ein bisschen, aber zur Zeit irgendwie gar nicht. Na mal sehen wie sich das entwickelt.

Abgenommen hat er auch schon ca. 2kg 🙂 Leider müssen noch knapp 10kg runter 😦  Armer Spatz. Sein Futter frisst er auch wieder, nachdem er ein paar Tage fast gar nichts gegessen hatte. Entweder hat er gehofft, dass er das alte ungesunde Futter wiederbekommt oder es war ihm schlichtweg viel zu warm zum Essen.

Langsam bekommen wir sowas wie einen Alltag und nähern uns wieder an 🙂

Seit 2 Wochen ungefähr

lebt mein Hnd wieder bei mir.

Ich hatte ihn aufgrund des Medizinstudiums letztes Jahr im März abgegeben, weil ich weiß, dass dieses Studium sehr zeit- und lernintensiv wäre. Außerdem bin ich gezwungen nebenbei noch zu arbeiten um mir das Studium finanzieren zu können. So kam es wie es kam und gab meinen Hund ab.

Der erste Eindruck des Herrn war recht gut. Er bot mir an, dass ich meinen Hund jederzeit sehen dürfe und sie würden mich über alles auf dem Laufenden halten. Soweit so gut, dachte ich und gab ihm „mein Herz“ mit. (Natürlich wurde auch ein Vertrag aufgesetzt ;))

Leider habe ich mich den Herrschaften getäuscht und erfuhr, durch Zufall, von einer Freundin, dass Aaron mit einem anderen Mann bei ihr im Tierladen war. Ich nahm natürlich sofort Kontakt mit den eigentlichen Besitzern meines Hundes auf um zu erfahren, warum Aaron mit einem fremden Mann unterwegs war. Sie räumten ein, dass sie schon seit einiger Zeit einen neuen Besitzer für ihn suhten. Natürlich verwies ich auf den unterschriebenen Vertrag und, dass sie das nicht ohne meine Erlaubnis machen durften. Ich setzte alles daran „mein Herz“ ein paar Tage später zu holen, lieh mir ein Auto von einem Bekannten und seiner Frau, organisierte eine Übernachtungsmöglichkeit und fuhr samstags in aller Früh Richtung Niedersachsen. Mit einigen vielen Pannen und verlorenen Nerven kam ich endlich bei ihnen an. Die Sachen waren schon gepackt und ich lud alles ein.

„Mein Herz“ freute sich wie blöd als er mich sah und ich ihn mitnahm 😀

Der erste Weg führte mich in den Tierladen um ihm ein Autogeschirr zu kaufen, denn sein Altes habe ich nicht mitbekommen und ich wollte keine 500km ohne Sicherung fahren. Wie ich später feststellen musste, fehlten einige Sachen, die ich Aaron gekauft hatte. Ich werde wohl einiges nochmal nachkaufen müssen -.-

Weiter ging es zur Übernachtungsmöglichkeit. Diese erste Nacht mit Aaron war wirklich, wirklich schrecklich. Er hat bei jedem Geräusch geknurrt oder gebellt, so dass ich eigentlich gar nicht geschlafen hatte und Sonntag wieder, ohne vernünftigen Schlaf, zurück bin. Auf der Rückfahrt habe ich Bekanntschaft mit Sekundenschlaf gemacht. Nicht schön!!!

Endlich in Erlangen angekommen. Der Hund liebt Autofahren, deswegen war die Fahrt mit ihm entspannend. Nun ging es aus dem Auto raus, ein paar Sachen geschnappt und hoch in die Wohnung (10.Stock, zum Glück mit Fahrstuhl).

Ich habe Glück mit meiner WG, dass ich den Hund zu mir holen durfte und auch, dass es im Haus allgemein erlaubt ist Hunde zu halten, so lange sie niemanden ernsthaft stören. Die Mitbewohner hat er sofort akzeptiert *Angstschweiß von der Stirn wisch*. Die ersten Nächte waren sehr anstrengend, da er hier auch bei jedem Geräusch angeschlagen hat. Meist bellt er nur 1-2x, aber das ist halt ziemlich laut.

Nun beginnt der spannende Alltag, das wieder Aneinandergewöhnen, dazu in einem anderen Beitrag mehr 😉

.